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Ethiopian Icons


Äthiopische Ikonen

Ikonen aus Äthiopien weisen im Gegensatz zu byzantinischen Ikonen einen eher volkstümlichen Charakter auf. Ihre Malerei ist in der Regel durch eine kraftvolle Farbpalette, den Verzicht auf Perspektive, die Frontalität der Gestalten sowie die für die Malerei in Äthiopien typischen Gesichter mit großen Augen geprägt.
 
Die Malerei auf Holz hat in Äthiopien eine ausgeprägte eigene Charakteristik entwickelt und reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Hergestellt wurden vorwiegend Diptychen und Triptychen und nur sehr selten einzelne Tafeln. Eine Besonderheit sind kleine Umhänge-Ikonen, die noch heute von Priestern und Mönchen an der Kleidung getragen werden.
Fast alle äthiopischen Ikonen auf Holz wurden in aufwändiger Handarbeit mit kunstvollen Schnitzereien verziert. Auf den Innenseiten wurde zumeist eine dünne Verputzschicht aufgetragen und anschließend mit Tempera-Farbe bemalt. Ab dem 17. Jahrhundert wurde anstelle der Verputzschicht häufig auch Stoff auf das Holzstück geklebt.

Neben den Ikonen aus Holz haben sich in Äthiopien weitere Arten von Ikonen entwickelt. Hierzu gehören Ikonen aus Metall sowie aus Stein (häufig Marmor) gehauene sakrale Darstellungen. 



Heilige und Helden - Motive der Sakralmalerei in Äthiopien 
 
 
Heiliger Georg
Wie im gesamten christlichen Orient und dem Abendland genießt der Heilige Georg auch in Äthiopien großes Ansehen. Er gilt als Krieger Gottes, als Soldat Jesu Christi, und er ist das Symbol des Verteidigers des Rechts gegen das Unrecht. des Beschützers der Hilflosen, Verzweifelten, der Armen und Bedürftigen. Er wird als Vermittler zur Trinität betrachtet, und jedem, der sein Andenken ehrt, ist der Gnade Gottes sicher. In Äthiopien sind viele Kirchen und und Klöser dem Heiligen Georg geweiht. Häufig wird er als Drachentöter - die Prinzessin von Beiraut rettend - dargestellt.
 
Maria mit dem Christuskind
Die Mutter Gottes in einen blauen Mantel gehüllt, das Christuskind auf dem linken Arm haltend. Ihre Hände sind überkreuzt, die rechte Hand überlappt die Linke. Zwei Finger der rechten Hand sind verlängert, ihr Tüchlein, die "mappula" ist um ihre Daumen gewunden. Diesen klassischen Bildtyp erweiterten die äthiopische Maler im Lauf der Jahrhunderte durch Darstellungen der Erzengel Michael und Gabriel, die zu beiden Seiten der Junfgrau stehen, sowie manchmal durch die Abbilung einer Krone. Sowohl Maria als auch Jesu Christi werden dabei oft dunkeläutig dargestellt.
 


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